Die erstaunliche Botschaft dieser Broschüre wird in den kommenden Jahren Einfluss auf Ihr Leben und auf Ihre ewige Zukunft haben!
Sie ist außerordentlich wichtig.
Diese Informationen wurden viele Jahrhunderte lang unterdrückt, aber es sind Informationen, die Sie kennen müssen!
URL: http://www.weltvonmorgen.org/broschuren/sgc.htm

Diese Broschüre enthält wirklich schockierende Informationen für diejenigen, die Augen haben, um zu sehen, und Ohren, um zu hören. Sie hat tief greifende Auswirkungen auf die Zukunft unserer Zivilisation. Doch die Fakten, die wir hier offen legen, wurden sogar von angesehenen Historikern und selbst von Theologen immer wieder dokumentiert. Sie entspringen also keinem aus der Luft gegriffenen Konzept und keiner vagen Theorie.
Die sich jetzt zügig entwickelnden Ergebnisse einer falschen Religion werden Ihr eigenes Leben im kommenden Jahrzehnt weit mehr beeinflussen, als Sie sich jetzt wahrscheinlich vorstellen können! Denn diese einschneidenden Offenbarungen gelten nicht nur für „religiöse Menschen“ – sie betreffen jeden. Unser aller Leben wird schon bald davon beeinflusst.
Jeder von uns sollte sich also die Frage stellen: „Wie kam ich zu dem, woran ich jetzt glaube im Hinblick auf Religion, Moral und den gesamten Zweck des menschlichen Lebens? Wenn meine Freunde und ich einfach nur blind allgemein anerkannten Ideen gefolgt sind, besteht da nicht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die meisten anderen Menschen es ebenso gemacht haben? Ist es möglich, dass wir blindlings falsche religiöse Ideen übernommen haben, die sogar die Entwicklung unserer gesamten Gesellschaft geprägt haben – das Wesen unseres Rechtssystems, unseres Bildungswesens und des religiösen Systems, das wir aufgebaut haben und das wir heute als selbstverständlich ansehen?“
Haben Sie sich jemals so grundlegende Fragen gestellt?
Wenn es einen wirklichen Gott gibt und wenn die Bibel seine inspirierte Offenbarung an die Menschen ist, dann sollten wir sorgfältig beachten, was die Bibel mit klaren Worten zu diesen Fragen sagt! Denn die Bibel sagt ausdrücklich: „Prüft aber alles, und das Gute behaltet“ (1. Thessalonicher 5, 21).
Die Bibel zeigt immer wieder ganz klar, dass die meisten Menschen verführt sind. In einer Beschreibung der Endzeit schildert der Apostel Johannes den Teufel so: „Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen“ (Offenbarung 12, 9). Die über zwei Milliarden „Christen“ in den großen Konfessionen sind Teil der „ganzen Welt“ die Johannes beschrieb – und viele sind verführt! Diese Menschen und ihre Prediger sind nicht absichtlich böse. Denn eine verführte Person weiß nicht, dass sie verführt ist! Es ist wichtig, diesen Unterschied zu verstehen.
Es ist also nicht „unfair“, so etwas zu behaupten, denn der Gott des Himmels gebietet, dass man die Wahrheit predigt. Und es ist niemandem damit geholfen, wenn man lediglich seichte Allgemeinheiten verbreitet und so tut, als sei „alles in Ordnung“, wenn dem nicht der Fall ist! Denn wir nähern uns nun dem Ende von 6000 Jahren Menschheitsgeschichte unter dem Einfluss von Satan dem Teufel – den Jesus Christus den „Fürst dieser Welt“ nennt (Johannes 14, 30).

„Aufrichtigkeit“ ist nicht genug
Es ist mir wohl bewusst, dass Tausende von Ihnen, die Sie diese Broschüre lesen, sehr aufrichtig in Ihrem Bestreben sind, Christen sein zu wollen. Sie glauben ernsthaft, dass die Form von Religion, mit der Sie aufgewachsen sind, diejenige ist, die Jesus Christus und die Apostel lehrten. Viele Prediger und Priester glauben dasselbe und sind ebenfalls aufrichtig. Sie meinen es gut.
Was Sie aber erkennen sollten, ist, dass es Milliarden anderer Menschen gegeben hat, die gelebt haben und gestorben sind, ohne jemals irgendeine Form von bekennendem Christentum gekannt oder praktiziert zu haben. Die Mehrheit der Weltbevölkerung hat sich nie – zu keiner Zeit – zum Christentum bekannt! Und die meisten dieser Menschen waren ebenfalls sehr „aufrichtig“ – ebenso wie Sie es sein mögen. Es ist also keine Frage der „Aufrichtigkeit“ oder dessen, einer Mehrheit nachzufolgen. Vielmehr geht es darum, die echte Wahrheit zu finden hinsichtlich des Zwecks der menschlichen Existenz, und den wahren Weg zu finden, um diesen großartigen Zweck zu erfüllen.
Ist eine „aufrichtige“ Religiosität also genug? Nein! Es sind nicht alle Religionen „gleich“! Wenn Sie bereit sind, sich selbst zu beweisen, dass der eine, große Schöpfer der wahre Gott ist und dass die Bibel seine inspirierte Offenbarung an die Menschheit ist, dann sollten Sie verstehen, dass es nur einen Weg zum ewigen Leben gibt. Und dieser „Weg“ führt über den wahren Jesus Christus der Bibel! Wie der Apostel Petrus erklärte: „So sei euch und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden“ (Apostelgeschichte 4, 10-12).
Doch nur sehr wenige Menschen, die sich zum Christentum bekennen, beginnen auch nur, zu begreifen, was für eine enorme Verführung Satan der Teufel veranlasst hat. Sie können es kaum glauben, dass Satan nicht nur Menschen in der nichtchristlichen Welt verführte, sondern dass er sogar ein gefälschtes Christentum ersonnen hat, das er dann Millionen von Menschen untergeschoben hat, die doch aufrichtig glaubten, sie würden dem Christus der Bibel nachfolgen! Der Apostel Paulus warnte jedoch schon die Korinther: „Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und Lauterkeit gegenüber Christus. Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!“ (2. Korinther 11, 3-4).
Und so geschah es: Ein anderer „Jesus“ – ein völlig unterschiedlicher Jesus Christus – wurde einer nichts ahnenden Menschheit untergeschoben! Denken Sie daran, dass ein gefälschter 50-Euro-Schein so gestaltet wird, dass er äußerlich genauso aussieht, wie der echte Geldschein. Menschen betrachten oft nur die offenkundigen Ähnlichkeiten und werden dazu verführt, die Fälschung anzunehmen. Ebenso ist es bei Satan, dem Meisterfälscher! In Ihrem eigenen Interesse seien Sie also bitte gewillt, zu prüfen, ob Sie vielleicht dazu verführt wurden, lediglich anzunehmen, Sie würden wirklich dem Christus der Bibel und dem, was er lehrte, nachfolgen. Denn Ihre Bibel zeigt eindeutig, dass nur wahre Christen im bevorstehenden Holocaust – der großen Bedrängnis – durch Jesus Christus geschützt werden!
Schon sehr bald – innerhalb der nächsten paar Jahre – wird der Gott der ganzen Schöpfung beginnen, direkt und mächtiger als jemals zuvor in das Weltgeschehen einzugreifen. Die Hurrikane, die vor nicht langer Zeit über Florida, New Orleans und die gesamte Golfküste der Vereinigten Staaten gezogen sind, waren nur ein kleiner Vorgeschmack verglichen mit dem, was Gott in diesen letzten Tagen tun wird. Jesus Christus sagte klar voraus: „… und es werden geschehen große Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen […]. Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen“ (Lukas 21, 11.25-26).
Der große Gott wird die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich ziehen! Er wird denen helfen, die bereit sind, zu erkennen, dass sie aus diesem modernen Babylon „herauskommen“ sollen (Offenbarung 18, 4) und sich von Satans Gesellschaft befreien müssen.
Der Apostel Paulus wurde inspiriert, uns zu sagen, dass Satan der Teufel buchstäblich der „Gott“ dieser Welt und Gesellschaft ist! Er schrieb: „Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen de Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes“ (2. Korinther 4, 3-4).

Die Grundaussage
Die Grundaussage dieser Broschüre ist, dass unser Schöpfer einem sehr realen Teufel gestattet hat, den größten Teil der Menschheit in den vergangenen 6000 Jahren völlig zu verführen. Und Satan hat tatsächlich eine gefälschte Religion ersonnen, um die ganze Welt zu verführen. Doch der große Schöpfer wird bald eingreifen und Jesus Christus als „König aller Könige und Herr aller Herren“ (Offenbarung 19, 16) zur Erde zurücksenden. Wenn dieser zurückkehrt, wird er Satan in den Abgrund werfen, „damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre“ (Offenbarung 20, 3).
Eine der Hauptmethoden, mit denen Satan die meisten Menschen verführt, besteht darin, sie glauben zu machen, dass er überhaupt nicht existiere! Also machen die Menschen Witze darüber, sie seien „wohl vom Teufel geritten worden“ – glauben aber, dass es gar keinen realen Teufel gibt. Wie wir aber gesehen haben, nannte Jesus Christus Satan den „Fürst dieser Welt“.
Wie ist Satan entstanden? Was sind seine Verführungsmethoden? Und am wichtigsten: Wie hat Satan die ganze Welt verführt? Als Jesus Christus den Propheten Daniel zitierte (Markus 13, 14; Lutherbibel 1912), betrachtete er diese Schriften als heilige Schrift. Im Buch Daniel lesen wir von Geistwesen – Engeln und Dämonen – die an vielen Stellen beschrieben werden.
Nachdem Daniel gefastet hatte, um ein tieferes Verständnis zu suchen, sandte Gott einen Engel, um ihn zu ermutigen (Daniel 10, 10-12). Der Engel gab Daniel eine bemerkenswerte Erklärung dafür, warum es so lange gedauert hatte, seine Gebete zu beantworten. „Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien. Nun aber komme ich, um dir Bericht zu geben, wie es deinem Volk gehen wird am Ende der Tage; denn das Gesicht geht auf ferne Zeit“ (Verse 13-14).
Später erklärt derselbe Engel weitere Details im Bezug auf die unsichtbare Geistwelt: „Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin? Und jetzt muss ich wieder hin und mit dem Engelfürsten von Persien kämpfen; und wenn ich das hinter mich gebracht habe, siehe, dann wird der Engelfürst von Griechenland kommen. – Doch zuvor will ich dir kundtun, was geschrieben ist im Buch der Wahrheit – Und es ist keiner, der mir hilft gegen jene, außer eurem Engelfürsten Michael“ (Verse 20-21).
Diese Passage berichtet eindeutig von geistlichen Kriegen! Sie beschreibt einen Kampf, der hinter dem Weltgeschehen in der Geistwelt ausgefochten wird. Denn Satan der Teufel wird als „Gott dieser Welt“ beschrieben, der den Ungläubigen „den Sinn verblendet“ hat (2. Korinther 4, 4).
Satan heißt auch „der Mächtige, der in der Luft herrscht“ und „der Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams“ (Epheser 2, 2). Der Engel, der zu Daniel sprach, erzählte von einem Kampf zwischen Geistwesen, in dem sogar der große Erzengel Michael (siehe Daniel 12, 1) zu Hilfe gerufen werden musste!
Diese Welt, dieses „Zeitalter“ – die beinahe 6000-jährige Periode von Adam bis heute – war immer und ist auch heute noch eine Gesellschaft, die dominiert wird von Satan dem Teufel und seinen Millionen gefallener Engel oder „Dämonen“, die ihm in die Rebellion gegen den Schöpfergott gefolgt sind.
„Satan“ ist nicht lediglich ein allgemeiner Begriff für das Böse. Satan ist keine blinde Macht. Satan der Teufel ist eine mächtige, geistliche Persönlichkeit – ursprünglich von Gott als ein Cherub erschaffen – die gegen Gott rebellierte. Sein ursprünglicher Name „Luzifer“ bedeutet soviel wie „Lichtträger“. Aber seit seiner Rebellion wurde er „Satan“ genannt – was „Widersacher“ bedeutet.
Beachten Sie Jesaja 14, 12-15: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst! Du aber gedachtest in deinem Herzen: ‚Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.’ Ja, hinunter zu den Toten fuhrest du, zur tiefsten Grube“.
Hier lesen wir, wie der mächtige Luzifer einen Umsturz gegen Gott plante! Seine großen Fähigkeiten und seine Eitelkeit ließen in ihm den Entschluss reifen, es mit dem Schöpfer aufzunehmen!
In Hesekiel 28, 1-16 beschreibt Gott zunächst den menschlichen Prinzen von Tyrus. Dieser war offensichtlich ein sehr fähiger Mann und uneingeschränkter Herrscher – auf menschlicher Ebene – über dieses „New York“ des Altertums. Dann aber beginnt Hesekiel, die wirkliche „Macht hinter der Macht“ zu beschreiben – den „König“ dieses heidnischen Stadtstaates. Lesen Sie: „Du Menschenkind, stimm ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott der Herr: Du warst das Abbild der Vollkommenheit, voller Weisheit und über die Maßen schön. In Eden warst du, im Garten Gottes, geschmückt mit Edelsteinen jeder Art, mit Sarder, Topas, Diamant, Türkis, Onyx, Jaspis, Saphir, Malachit, Smaragd. Von Gold war die Arbeit deiner Ohrringe und des Perlenschmucks, den du trugst; am Tag, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet“ (Verse 12-13). Hier finden wir eine Persönlichkeit, die schon Tausende von Jahren vor Tyrus existiert hatte – im „Garten Eden“! Dennoch war er ein erschaffenes Wesen (Vers 15), kein Mitglied der Gottfamilie.

Satan hat ein REICH
Nach geschickten Verhandlungen und politischen Manövern, um eine Gefolgschaft an sich zu binden, wurde Satan vom „Berg“ oder Reich Gottes herabgestoßen. Wie wir aus Offenbarung 12, 3-4 erfahren, war es ihm gelungen, ein Drittel aller Engel in seine Rebellion gegen Gott mit einzubeziehen! Diese gefallenen Engel werden nun „Dämonen“ genannt. Satan hat also jetzt buchstäblich Millionen gefallener Engel als seine Gefolgschaft und in diesem Sinn hat er ein „Reich“, über das er in der Geistwelt herrscht.
Matthäus erzählt von der Versuchung Jesu durch Satan, eine Persönlichkeit mit großer Überredungsgabe. „Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde“ (Matthäus 4, 1).
Dieser Bericht ist uns ein warnender Hinweis, dass Satan nichts dagegen hat, Schriftstellen zu zitieren. Er besitzt sogar selbst die Kühnheit, gegenüber dem Autor der heiligen Schrift, Jesus Christus, dessen eigene Schriftstellen zu zitieren! „Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: ‚Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einem Stein stößt’“ (Matthäus 4, 5-6).
Dann bot Satan Jesus an: „Alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit […] will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest“ (Verse 8-9).
Aber natürlich wusste Jesus, welche geistlichen Prinzipien hier Anwendung fanden und erwiderte eine entsprechende Schriftstelle als Antwort: „Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen’“ (Vers 10). Jesus entschied sich dafür, Gott zu gehorchen und sein Reich zu Gottes Zeitpunkt und auf Gottes Weise zu erhalten.
Später, als Jesus beschuldigt wurde, Dämonen mit dem Beelzebub auszutreiben, sagte er: „Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann nicht bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein [Satans] Reich bestehen?“ (Matthäus 12, 25-26).
Satan besitzt ein Reich! Er ist der unsichtbare „Gott“ dieser Welt (2. Korinther 4, 4). Er ist der größte Verführer der Menschen und Nationen. „Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen“ (Offenbarung 12, 9).
Das Geistwesen Satan wird starken Einfluss auf den bald erscheinenden, charismatischen politischen Diktator ausüben. Dieser wird möglicherweise sogar direkt von ihm besessen sein und er wird eine mächtige Supermacht verführen, die in einem wieder erstarkten, militanten und vereinten Europa – dem endzeitlichen „Babylon“ – aufkommen wird! Satan wird der „Gott“ sein, der das falsche religiöse System mit Leben und Macht erfüllt, durch das er diese weltbeherrschende wirtschaftliche und politische Macht lenkt! Sie brauchen nicht blindlings den Aussagen in dieser Broschüre zu glauben. Lesen Sie es selbst in der Bibel!
Gottes Wort sagt voraus, dass dieses kommende, unterdrückende System buchstäblich von Dämonen in Gang gehalten wird: „Danach sah ich einen anderen Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere. Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Völker getrunken, und die Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit. Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nicht empfangt von ihren Plagen“ (Offenbarung 18, 1-4).
Satan wird diese kommenden Regenten sogar dazu motivieren, gegen Christus zu kämpfen, wenn er als König aller Könige und Herr aller Herren zurückkehrt. Aber Christus wird Satan entthronen und seine Herrschaft beenden.

Satan der „Fälscher“
Jesus kritisierte die religiösen Führer seiner Zeit für ihre Heuchelei. Diese Geistlichen gaben vor, ein göttliches Leben zu führen, aber sie lehnten es ab, die geistliche Dimension von Gottes Gesetz zu befolgen. Jesus erklärte, dass sie dieselben Charaktereigenschaften wie Satan hätten und gebrauchte eine Analogie, dass sie nicht anders handeln könnten, wenn Satan ihr Vater war – „wie der Vater, so der Sohn“. Der Teufel lügt und mordet; es sollte also nicht überraschen, dass die Kinder des Teufels dasselbe tun und ein pervertiertes Evangelium der Täuschung und Falschheit predigen!
Wichtig ist, dass wir begreifen, dass Satan buchstäblich der „Vater der Lüge“ ist. Er belügt und täuscht die Menschheit ständig – und ebenso tun es seine Diener. Für manche Menschen unter dem Einfluss des Satans wird es sogar so normal, zu lügen, dass sie es oft leichter finden, Lügen zu erzählen, als die Wahrheit zu sagen!
Als Teil seiner Verschwörung, Gottes Plan für die Menschheit zu durchkreuzen, hat Satan seine eigenen Prediger! Der Apostel Paulus warnte Christen vor der großen Verführung, die von Satan und seinen Predigern ausging: „Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder, denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken“ (2. Korinther 11, 13-15).
Satans Prediger sehen oft aus, wie sich verführte Christen einen Prediger Christi vorstellen, und sie hören sich auch so an! Doch sie predigen einen „anderen Jesus“ und verkünden ein „anderes Evangelium“. So liegt es also an jedem Einzelnen – auch an Ihnen! – die Bibel wirklich zu studieren und sich selbst zu beweisen, was Jesus und die frühen Apostel wirklich lehrten und praktizierten.

Die zwei Babylons
Die Bibel beschreibt nicht nur ein, sondern zwei „Babylons“. Nicht lange nach der Sintflut wurde ein „Babylon“ gegründet – der altertümliche Stadtstaat, der von einem Mann namens „Nimrod“ errichtet wurde (1. Mose 10, 8-10). Das zweite Babylon ist ein modernes System aus Kirche und Staat, das in Offenbarung 17 und 18 beschrieben ist. Dessen Führer werden buchstäblich bei Christi zweitem Kommen gegen ihn kämpfen (Offenbarung 17, 12-14)!
Denken Sie darüber nach! Hunderte von Millionen Menschen aus diesem endzeitlichen „Babylon“ sind so verführt, dass sie die Kühnheit besitzen werden, tatsächlich gegen den zurückkehrenden Sohn Gottes und die Armeen des Himmels Krieg zu führen!
Um zu verstehen, wie dieses „Babylon“ genannte System begann, gehen wir zu den frühesten Zeiten der Menschheitsgeschichte zurück. In 1. Mose 10 – kurz nach der Sintflut – begann die Menschheit wieder, sich zu vermehren. Die wilden Tiere vermehrten sich ebenfalls und die Menschen brauchten einen Schutz vor ihnen. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Sohn von „Kusch“ geboren. Die Bibel berichtet: „Kusch aber zeugte den Nimrod. Der war der erste, der Macht gewann auf Erden, und war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod. Und der Anfang seines Reichs war Babel, Erech, Akad und Kalne im Lande Sinear“ (1. Mose 10, 8-10).
Dieser „gewaltige Jäger“ – der von imposantem Körperbau gewesen sein soll – begann also, Menschen in Städten zu sammeln, um sie zu schützen und auch, um sie unter seine persönliche Kontrolle zu bringen. Der Anfang von Nimrods Reich war „Babel“ – Babylon. Von dort aus errichtete er weitere Siedlungen und organisierte die Menschen in einer Weise, dass sie sich von Gott „unabhängig“ fühlten – dass sie glaubten, nicht länger Gottes Schutz zu brauchen. Letztlich begannen die Menschen – die „einerlei Zunge und Sprache“ hatten (1. Mose 11, 1) – einen massiven Wolkenkratzer oder „Turm“ zu bauen, der „Turm zu Babel“ genannt wurde (Verse 4-9).
Gott wusste, dass sich die Menschen unter diesem babylonischen System schnell von ihm entfernen und schon bald Waffen erfinden würden, mit denen sie sich selbst zerstören würden. Gott sagte: „Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun“ (Vers 6). Die schöpferische Kraft des menschlichen Geistes war so groß, dass Gott wusste, die Menschen würden schreckliche Waffen entwickeln, mit denen sie fähig wären, die Erde zu zerstören, und dass somit sein Plan, den Menschen 6000 Jahre zu geben um Lektionen des menschlichen Leidens zu schreiben, vor der Zeit beendet sein könnte, die er vorgesehen hatte! Also kam Gott, um ihre „Sprache zu verwirren“ und sie über die ganze Erde zu zerstreuen.
Doch die Geschichte sowie altertümliche Legenden und Geschichten fast aller Kulturen geben zu erkennen, dass die Philosophie und Religion, die von Nimrod und seiner üblen Frau Semiramis ins Leben gerufen wurden, sich bis heute erhalten haben. Denn nach Nimrods Tod behauptete Semiramis, dass dieser nun der „Sonnengott“ sei. Der Autor Alexander Hislop schrieb:
„Die chaldäischen Mysterien lassen sich bis zu den Tagen von Semiramis zurückverfolgen, die nur wenige Jahrhunderte nach der Sintflut gelebt hatte und von der man weiß, dass sie diesen [Mysterien] den Stempel ihres eigenen, verdorbenen Geistes aufgedrückt hat. Diese schöne aber verlassene Königin von Babylon war nicht nur selbst ein Ausbund an ungezügelter Lust und Freizügigkeit, auch in den von ihr maßgeblich geformten Mysterien wurde sie als Rhea, die große ‚Mutter’ der Götter verehrt – mit Ritualen, die sie mit Venus in Verbindung bringen lassen, der Mutter aller Unreinheit. Die Stadt, in der sie regiert hatte, wurde so ein schlechtes Vorbild unter den Nationen und eine Hochburg des Götzendienstes und der Tempelprostitution. So wurde diese chaldäische Königin ein passender und bemerkenswerter Prototyp der ‚Frau’ im Buch der Offenbarung mit ihrem goldenen Kelch in der Hand und dem Namen auf ihrer Stirn: ‚Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden’. Das apokalyptische Emblem der Hure mit einem Kelch in der Hand wurde sogar in den Symbolen des Götzendienstes integriert, die aus dem altertümlichen Babylon überliefert wurden, wie sie dann in Griechenland gezeigt wurden; so wurde die griechische Venus ursprünglich dargestellt“ (The Two Babylons [Die zwei Babylons], Seiten 5-6).

Die falsche Religion breitet sich aus
Dieses babylonische System des Götzendienstes breitete sich in der ganzen Welt aus, als die Bewohner der Stadt selbst zerstreut wurden (1. Mose 11, 9). Als sie aus Babylon auszogen, nahmen diese Menschen die Verehrung der Mutter mit Kind und die verschiedenen Symbole des „Mysteriums“ mit sich. Herodot, der altertümliche Weltreisende und Historiker bezeugte die Mysterienreligion und ihre Rituale in vielen Ländern und schrieb darüber, wie Babylon die Hauptwurzel allen Übels war, aus der alle Systeme des Götzendienstes entsprangen. In seinem bekannten Werk Nineveh and Its Remains [Ninive und seine Überreste] schrieb Layard, dass wir ein einheitliches Zeugnis von weltlicher Geschichte und Kirchengeschichte haben, dass der Götzendienst seinen Ursprung im Gebiet von Babylon hatte. Alexander Hislop zitiert diese Historiker und andere Quellen und bestätigt so dessen Schlussfolgerung.
Später integrierte das Römische Reich die Götter und Religionen aus den eroberten Ländern in sein eigenes System. Da Babylon die Quelle dieses Heidentums war, können leicht erkennen, wie die frühe Religion in Rom eine Form der babylonischen Götterverehrung war, die sich lediglich in abgeänderten Namen und Praktiken in den Ländern wieder fand, in die sie gelangte. In seinem gut durch historische Quellen dokumentierten Buch Pagan and Christian Creeds [Heidnische und christliche Glaubenslehren] schrieb Edward Carpenter: „Die Ähnlichkeit zwischen altertümlichen, heidnischen Legenden und Glaubensüberzeugungen einerseits und den christlichen Traditionen andererseits war so groß, dass sie die Aufmerksamkeit und den unverhohlenen Zorn der frühen Christen auf sich zog… Da sie nicht wussten, wie dies zu erklären war, griffen sie auf die Theorie zurück, dass der Teufel viele Jahrhunderte zuvor die Heiden dazu gebracht haben musste, bestimmte Glaubenslehren und Praktiken zu übernehmen“ (Seite 25).
Carpenter zitierte auch Tertullian, einen der frühen „Kirchenväter“, der zwischen 160 und 220 n.Chr. gelebt hat und sagte: „Der Teufel imitiert durch die Mysterien seiner Götzen selbst die wichtigsten Teile der göttlichen Mysterien“ (ebenda).
Und Carpenter bemerkte weiter: „Auch Cortez beklagte sich, dass der Teufel möglicherweise den Mexikanern dasselbe beigebracht hatte, was Gott die Christen gelehrt hatte“ (ebenda). Der berühmte spanische Entdecker hatte herausgefunden, dass die heidnischen Ureinwohner Mexikos bereits dieselben heidnischen Riten praktizierten und viele derselben heidnischen Glaubensüberzeugungen besaßen, die die römisch-katholische Kirche übernommen hatte!
Da die Praktiken der heutigen Großkirchen nicht dieselben sind wie die im Neuen Testament aufgezeichneten, ist es von besonderer Bedeutung, zu wissen, ob hier eine absichtliche Vermischung von falschen, heidnischen Praktiken mit den wahren Lehren Christi, der Apostel und der Bibel erfolgte. Viele Historiker wie zum Beispiel Edward Gibbon haben die Veränderung erkannt, die sich abspielte, nachdem eine große Menge von Heiden in die frühe christliche Kirche eintrat und ihre heidnischen Bräuche und Glaubensüberzeugungen mit denen der Kirche vermischte (siehe Decline and Fall of the Roman Empire [Abstieg und Fall des Römischen Reichs], Band I, Kapitel 15).
Beachten Sie, wie die heutigen Großkirchen aus derselben Wurzel gewachsen sind, wie das Heidentum! Satan hat ein gesamtes System eines „gefälschten Christentums“ entwickelt. Er beeinflusste eitle religiöse Führer, völlig heidnische Ideen, Konzepte und Praktiken im „Christentum“ einzuführen. Und weil der Name „Christentum“ auf der Verpackung steht, nehmen die meisten Menschen an, dass es sich hierbei um die Religion Jesu Christi handelt. Sie erkennen nicht, dass sich unter dem Deckmantel des „Christentums“ ein völlig falsches Konzept von Gott, Jesus Christus und seiner Botschaft sowie vom Sinn des Lebens und dem Weg zum ewigen Leben verbirgt. Aber sie besitzen ein „gefälschtes“ Christentum, das die meisten Menschen vom wahren Gott abgeschnitten und für viel Verwirrung, Leid und Tod gesorgt hat!
Beachten Sie diese Auszüge aus heidnischen sowie christlichen Glaubenslehren: „Die christliche Kirche hat sich von der Diskussion um das Heidentum strikt ferngehalten und vertrat den Standpunkt, dass sie, die Kirche, eine einzigartige und göttliche Offenbarung repräsentiert. Und sie hat die Menschheit so sehr davon überzeugt, dass heute nur wenige Menschen erkennen, dass sie aus genau derselben Wurzel entsprang, wie das Heidentum, und dass sie mit Letzterem bei weitem den größten Teil ihrer Lehren und Riten gemeinsam hat“ (Carpenter, Seiten 11-12).
„Die allgemeine Vorstellung besagt, dass die heidnischen Götter bei Christi Kommen die Flucht ergriffen haben, doch es ist jedem Studenten sehr gut bekannt, dass das den Tatsachen widerspricht. Zur Zeit der aufgezeichneten Erscheinung Jesu und einige Jahrhunderte zuvor gab es Tempel, die in Griechenland Apollo und Dionysos, in Rom Herkules, in Persien Mithra und in Babylon Baal und Astarte geweiht waren. Daneben gab es Tempel, die vielen anderen Göttern geweiht waren. Ein herausragendes Phänomen ist offenkundig: Unabhängig von großen geographischen Distanzen und nationalen Unterschieden zwischen den Kulten in den Details der Götterverehrung ist doch der allgemeine Rahmen der Glaubenslehren und Zeremonien überall erkennbar ähnlich – wenn nicht identisch“ (ebenda, Seiten 19-21).
„Diese heidnischen Glaubenslehren und Zeremonien, die Jahrhunderte vor Christi Kommen bereits existiert hatten, waren nicht nur untereinander erkennbar ähnlich, sondern sie ähnelten sogar dem wahren Christentum – eine Tatsache, die nicht mehr als Zufall bezeichnet werden kann. Ein Beispiel: Von elf wichtigsten Göttern aus sieben Ländern wurde geglaubt, dass alle oder fast alle um Weihnachten geboren wurden, von einer Jungfrau, in einer Höhle unter der Erde, und dass sie ein mühsames Leben zum Wohl des Menschen gelebt haben. Sie wurden Lichtbringer, Heiler, Mittler und Erlöser genannt. Man glaubte, dass sie von den Mächten der Finsternis besiegt wurden, in die Hölle oder die Unterwelt hinab stiegen, wieder erschienen und Pioniere der Menschheit auf ihrem Weg in eine himmlische Welt wurden… Krischna, eine indische Gottheit weist eine beeindruckende Parallele mit dem Leben Christi auf“ (ebenda, Seiten 21-23).
Carpenter schreibt weiter: „Die Idee, dass Gott seinen Sohn opfert, um die Welt zu erretten, ist so ungewöhnlich und erstaunlich – und dennoch findet sie sich in vielen altertümlichen Religionen bis in früheste Zeit wieder und wurde zu einem Teil ihrer Rituale“ (ebenda, Seite 133). Diese ungewöhnlichen Bräuche waren der Wahrheit so ähnlich, dass sie die Vermutung nahe legen, dass hinter ihnen eine lenkende Kraft stand. Der unsichtbare „Gott“ dieses Zeitalters, den Christus den „Vater“ der Lüge nannte (Johannes 8, 44), schuf ein gefälschtes Christentum.

Der Da Vinci Code
Angesichts solch bemerkenswerter Ähnlichkeiten mit dem tatsächlichen Christentum, wie sie diese elf Götter aus sieben Ländern aufweisen, sollte man das Thema mit einer offenen Einstellung betrachten, um zu prüfen, ob wir es heute vielleicht mit einer Verschmelzung von Heidentum mit dem wahren Christentum zu tun haben.
Dan Browns The Da Vinci Code [Sakrileg] war über viele Monate auf der Bestsellerliste. Millionen waren von dieser faszinierenden Novelle gefesselt. Was ist so ungewöhnlich an ihr?
Obwohl in Form einer Novelle geschrieben – und mit Fiktion und Irrtümern vermengt – kann sie den Leser dazu bringen, zu erkennen, dass sich unter der Oberfläche unserer religiösen Ideen und Praktiken viel mehr verbirgt, als einem normalerweise auffällt. In Sakrileg gibt es drei Hauptpersonen: Sophie Neveu – eine talentierte französische Dechiffrierexpertin; Robert Langdon – einen Symbolforscher aus Harvard; und Leigh Teabing – einen ehemaligen königlich britischen Historiker.
Hören wir ein bisschen zu, wie sie sich über die Ursprünge dessen unterhalten, was die Welt heute „Christentum“ nennt:
„’Historiker staunen immer noch über die Glanzleistung, mit der Konstantin die Sonne verehrende Heiden zum Christentum bekehrte. Indem er heidnische Symbole, Zeiten und Rituale in die entstehende christliche Tradition hineinmischte, erschuf er eine Art Hybridreligion, die für beide Seiten akzeptabel war’.
‚Umwandlung’, sagte Langdon. ‚Die Spuren der heidnischen Religion in der christlichen Symbolik sind nicht zu leugnen. Die ägyptischen Sonnenscheiben wurden zu den Heiligenscheinen der katholischen Heiligen. Bildnisse von Isis, die ihren auf wundersame Weise empfangenen Sohn Horus säugt, wurden zur Vorlage für unsere modernen Bilder von der Jungfrau Maria, die das Jesuskind säugt. Und praktisch alle Elemente des katholischen Rituals – die Mitra, der Altar, die rituelle Lobpreisung und die Kommunion, die Handlung des „Gott essens“ – wurden direkt aus früheren heidnischen Mysterienreligionen entnommen’.
Teabing murrte. ‚Lass einen Symbolforscher nicht anfangen, über christliche Darstellungen zu reden. Nichts am Christentum ist original. Der vorchristliche Gott Mithras – der Sohn Gottes – und Licht der Welt genannt wurde – wurde am 25. Dezember geboren, starb, wurde in einem Felsengrab beigesetzt und dann in drei Tagen wieder auferweckt. Übrigens ist der 25. Dezember auch der Geburtstag von Osiris, Adonis und Dionysos. Dem neu geborenen Krischna wurden Gold, Weihrauch und Myrrhe dargebracht. Sogar der wöchentliche Feiertag des Christentums wurde von den Heiden gestohlen’.
‚Was meinst du?’
‚Ursprünglich’, sagte Langdon, ‚hielt die Christenheit den jüdischen Sabbat am Samstag ein, aber Konstantin verschob ihn, damit er mit dem Tag der heidnischen Verehrung der Sonne übereinstimmte’. Er hielt inne und grinste. ‚Bis zum heutigen Tag besuchen die meisten Kirchgänger den Gottesdienst am Sonntagmorgen ohne zu ahnen, dass sie dort sind wegen des wöchentlichen Tributs an den heidnischen Sonnengott – des Sonntags’“ (The Da Vinci Code [Sakrileg], Seiten 232-233; eigene Übersetzung).

Die historische Wahrheit
„Aber das ist alles Fiktion“, mögen Sie einwenden. „Woher bekam dieser verrückte Autor all seine komischen Ideen? Ich bin mir sicher, dass meine Religion vollständig auf der Bibel basiert!“
Seien Sie sich nicht zu sicher!
Die Bibel selbst sagt uns: „Prüft aber alles, und das Gute behaltet“ (1. Thessalonicher 5, 21). Wahr ist nämlich – und ich möchte Ihnen die Herausforderung geben, dies zu prüfen –, dass dieser Teil von Dan Browns Buch auf gesicherten Fakten beruht. Denn einige Historiker erkennen an, dass das ursprüngliche Christentum Jesu und der Apostel auf dramatische Weise innerhalb von wenigen Jahrhunderten nach dem Tod Jesu verändert wurde! Der bekannte Historiker Will Durant schrieb:
„Das Christentum zerstörte das Heidentum nicht; es adoptierte es. Die griechische Denkweise, im Abstieg begriffen, kam zu neuem Leben in der Theologie und Liturgie der Kirche; die griechische Sprache, die für viele Jahrhunderte die Philosophie beherrscht hatte, wurde zum Träger christlicher Literatur und des christlichen Rituals; die griechischen Mysterien wurden in den beeindruckenden Mysterien der Messe fortgesetzt. Weitere heidnische Kulturen trugen zum synkretistischen Ergebnis bei. Aus Ägypten kamen die Ideen der göttlichen Dreieinigkeit… und einer persönlichen Unsterblichkeit mit Belohnung und Bestrafung; aus Ägypten kamen ebenfalls die Verehrung einer Mutter mit Kind und die mystische Theosophie, aus der der Neoplatonismus und der Gnostizismus entstanden und die den christlichen Glauben verdunkelte; und hier fand auch das christliche Mönchstum sein Vorbild und seinen Ursprung. Aus Phrygien stammte die Verehrung einer Muttergottes; aus Syrien das Auferstehungsdrama von Adonis; aus Thrakien wohl der Kult des Dionysios, des sterbenden und rettenden Gottes… . Das Ritual des Mithras war der Eucharistiefeier der Messe so ähnlich, dass die christlichen Väter den Teufel beschuldigten, diese Ähnlichkeiten erfunden zu haben, um schwache Seelen zu verführen. Das Christentum war die letzte große Erfindung der altertümlichen, heidnischen Welt…. [Die Eucharistie] war eine Vorstellung, die seit langer Zeit bestand; der heidnisch geprägte Verstand brauchte keine Schulung, um sie anzunehmen; durch die Übernahme des „Mysteriums der Messe“ wurde das Christentum zur letzten und größten der Mysterienreligionen“ (The Story of Civilization [Die Geschichte der Zivilisation], Band 5, Durant, Seiten 595 und 599).
Paul Johnson ist einer der vielen respektierten Historiker, die offen anerkennen, dass der biblische Siebenten-Tags-Sabbat, den Christus und die ursprünglichen Apostel einhielten, abgeändert wurde. „Viele Christen trafen keine klare Unterscheidung zwischen diesem Sonnenkult und ihrem eigenen. Sie beschrieben Christus als denjenigen, ‚der in seinem Streitwagen quer über den Himmel ritt’, hielten ihre Versammlungen am Sonntag ab, knieten Richtung Osten und hatten ihr Geburtsfest am 25. Dezember, dem Geburtstag der Sonne bei der Wintersonnenwende. In der späteren Wiederbelebung heidnischer Bräuche unter Kaiser Julian fiel vielen Christen der Glaubensabfall wegen dieser Verwirrung leicht; der Bischof von Troja erzählte Julian, dass er schon immer heimlich die Sonne angebetet hatte. Konstantin hatte die Sonnenanbetung nie abgelegt und hatte die Sonne auf seinen Münzen eingeprägt. Er machte den Sonntag zu einem Ruhetag“ (A History of Christianity [Eine Geschichte des Christentums], Seiten 67-69).
Und was geschah nach Konstantin? Der weithin bekannte Autor des traditionellen Christentums, Jesse Lyman Hurlbut erklärt:
„Das Format und die Zeremonien des Heidentums schlichen sich schrittweise in den Gottesdienst ein. Manche der alten, heidnischen Feiertage wurden zu Kirchenfesten, mit einer Änderung ihres Namens und darin, wie sie begangen wurden. Etwa um 405 n.Chr. erschienen erstmals Abbilder der Heiligen und Märtyrer in den Kirchen, zuerst als Gedenktafeln, in der Folge dann verehrt und angebetet. Die Anbetung der Jungfrau Maria war der Ersatz für die Anbetung von Venus und Diana; das Abendmahl wurde zu einer Opferhandlung, anstatt zu einer Gedenkfeier; und die Kirchenältesten wurden von Predigern zu Priestern… Kirche und Staat wurden zu einer Einheit, als das Christentum zur Staatsreligion ernannt wurde und aus dieser unnatürlichen Vereinigung entstanden zwei Übel, das eine in den östlichen und das andere in den westlichen Provinzen. Im Osten dominierte der Staat die Kirche, bis diese alle Energie und Lebenskraft verlor. Im Westen [in Rom] ergriff die Kirche, wie wir noch sehen werden, die Macht über den Staat und das Ergebnis war nicht ein Christentum, sondern eine mehr oder weniger korrupte Hierarchie, die die Nationen Europas kontrollierte und die Kirche im Wesentlichen zu einer politischen Maschinerie machte“ (The Story of the Christian Church [Geschichte der christlichen Kirche], Seiten 79-80).

Ein modernes „Babylon“ entstand
Wohin führte das alles? Wir haben gerade Hurlbuts Erklärung gelesen, dass die bekennende christliche Kirche des Mittelalters „im Wesentlichen eine politische Maschinerie“ war. Sie war mit heidnischen Konzepten, Lehren und Praktiken gesättigt. Haben dann die Führer der protestantischen Reformation die bekennende christliche Kirche wirklich wieder „auf den rechten Weg“ geführt, hin zum Glauben, „der ein für alle Mal den Heiligen überliefert ist“ (Judas 3) – zurück zum wahren Christentum Jesu und der ursprünglichen Apostel? Obwohl die protestantischen Reformatoren aufrichtig waren, behielten sie die meisten der gegen das Gesetz und gegen den Gehorsam gerichteten Einstellungen bei, die sie vor ihrer Rebellion gegen die „Mutter Rom“ verinnerlicht hatten. Wie Rom waren auch sie immer noch in dem vom Heidentum durchtränkten System falscher Lehren, heidnischer Feiertage und eines falschen Konzepts von Gott verstrickt, das Gott selbst in Offenbarung 17, 4-5 beschreibt: „Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Gräuel und Unreinheit ihrer Hurerei, und auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, EIN GEHEIMNIS: DAS GROSSE BABYLON, DIE MUTTER DER HUREREI UND ALLER GRÄUEL AUF ERDEN“.
Mit dieser Form des „Christentums“ als Staatsreligion „bekehrten“ sich die Heiden in Massen. Viele taten es aus Eigennutz statt aus Überzeugung und behielten insgeheim ihre alten Glaubensüberzeugungen bei. Andere gelangten zu dem neuen, vermischten Glauben als Ungebildete, die nur die einfachsten Anweisungen, nicht aber die Glaubenslehren selbst verstanden.
„Babylon“ steht symbolisch für Verwirrung. Die Entstehung der Römisch-Katholischen Kirche und später das Aufkommen von Dutzenden von „Tochterkirchen“ haben mit Sicherheit zu einem geistlichen Durcheinander miteinander in Konflikt stehender Gruppierungen, Lehren, Glaubensüberzeugungen und Praktiken geführt – die angeblich alle „christlich“ sein sollen. Doch keine von diesen entspricht auch nur im Entferntesten dem Christentum der ursprünglichen Apostel und der frühen Kirche Gottes in den ersten Jahrzehnten nach dem Tod von Jesus von Nazareth. Sie haben allesamt Dutzende heidnischer Ideen und Praktiken beibehalten, die der frühen Kirche völlig fremd gewesen wären! Satan hat tatsächlich ganze Arbeit geleistet, als er ein gefälschtes Christentum erschuf.
Obwohl Alexander Hislop bis zu seinem Tode ein Protestant geblieben zu sein scheint, wies er ausdrücklich – und mit vielen historischen Dokumenten – darauf hin, dass die moderne Römisch-Katholische Kirche eine Fortsetzung der altertümlichen babylonischen Mysterienreligion ist und dass ihre religiösen Feste und die meisten ihrer Praktiken direkt aus der babylonischen Religion und ihrem Priestertum entnommen sind. Zum Teil zeigt Hislop auch die Verbindung mit den „Tochterkirchen“, die aus Rom entstanden sind. Aber er war offenbar nicht in der Lage, die volle Bedeutung dessen zu erkennen, was mit dem modernen „Christentum“ geschehen war.
Zu Beginn seines Buchs The Two Babylons [Die zwei Babylons] legt Hislop seine grundlegende These dar, die er in der Folge eingehend dokumentiert:
„Es war schon immer bekannt, dass das Papsttum nichts anderes als ein getauftes Heidentum ist; aber Gott macht nun deutlich, dass das Heidentum, das von Rom getauft wurde, in allen wesentlichen Elementen das gleiche Heidentum ist, das schon im altertümlichen, buchstäblichen Babylon bestand, als Jehova vor Cyrus die ehernen Tore zerschlug und die eisernen Riegel zerbrach… Dessen Gericht kommt offenbar nun sehr schnell; und während es sich nähert, macht es die Vorsehung Gottes zusammen mit dem Wort Gottes durch das Licht, das von allen Ecken eindringt immer deutlicher, dass Rom tatsächlich das Babylon der Apokalypse ist; dass der wesentliche Charakter ihres Systems, die Objekte ihrer Anbetung, ihre Festtage, ihre Lehren und Ordnungen, ihre Riten und Zeremonien, ihre Priester und Orden allesamt aus dem altertümlichen Babylon entlehnt wurden; und schließlich, dass der Papst selbst wahrhaftig und rechtmäßig der direkte Repräsentant von Belsazer ist. In dem Kampf, der seither gegen den Vorherrschaftsanspruch Roms geführt wird, wurde es allzu oft für ausreichend gehalten, die dreiste Anmaßung anzusprechen und zu widerlegen, dass sie die Mutter und Herrin aller Kirche sei – die eine Katholische Kirche, außerhalb deren Grenzen es kein Heil gäbe. Wenn es je eine Entschuldigung dafür gab, auf diese Weise mit ihr umzugehen, dann gibt es diese Entschuldigung nun nicht mehr. Wenn die Ansicht, die ich hier dargelegt habe, Bestand hat, muss ihr der Name einer christlichen Kirche gänzlich entzogen werden; denn wenn es eine Kirche Christi war, was sich in jener Nacht traf, als der Pontiff-König von Babylon inmitten von tausend Mächtigen „die goldenen, silbernen, ehernen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter“ lobte (Daniel 5, 4), dann verdient die Kirche von Rom den Namen einer christlichen Kirche; sonst aber nicht. Dies wird ohne Zweifel für manche ein sehr erschreckender Standpunkt sein; doch dieses Werk wird ihn untermauern; und der Leser möge für sich selbst entscheiden, ob ich nicht hinreichend Beweise liefere, um meinen Standpunkt zu erhärten“ (Hislop, Seiten 2-3).
Später beschreibt Hislop, wie die katholische „Beichte“ aus dem Heidentum entliehen wurde, die den Priestern größere Macht über die Mitglieder ihrer Kirche gab. Er erklärt, dass zwischen dem Zeitpunkt, an dem Christus seinen Aposteln die volle Wahrheit offenbart hatte und der Einführung der heidnischen Feste Weihnachten und Ostern in das „Christentum“ einige Jahrhunderte lagen. „Tatsächlich“, so schreibt Hislop, „geben die gelehrtesten und freimütigsten Autoren aller Parteien zu, dass der genaue Tag der Geburt unseres Herrn nicht bestimmt werden kann, und dass man innerhalb der christlichen Kirche bis ins dritte Jahrhundert noch nicht einmal von einem Fest wie Weihnachten gehört hatte und dass es sogar bis ins späte vierte Jahrhundert dauerte, bis es von vielen gefeiert wurde. Wie also kam die Römische Kirche auf den 25. Dezember als Weihnachtstag? Die Antwort: Lange vor dem vierten Jahrhundert, ja sogar lange vor der christlichen Ära überhaupt, wurde genau zu dieser Zeit des Jahres unter den Heiden ein Fest begangen, um die Geburt des Sohnes der babylonischen Himmelskönigin zu feiern; und man kann wohl davon ausgehen, dass dasselbe Fest von der Römischen Kirche übernommen wurde, um die Heiden für sich zu gewinnen und die Zahl derer anschwellen zu lassen, die sich dem Namen nach zum Christentum bekannten – nur, dass man ihm nun einen christlichen Namen gab. Diese Tendenz seitens der Christen, dem Heidentum auf halbem Wege entgegenzukommen, wurde schon sehr früh entwickelt“ (ebenda, Seiten 92-93).
Das stimmt.
Dem Heidentum auf halbem Wege entgegenzukommen, „wurde schon sehr früh entwickelt“, schreibt Hislop. Doch Gott sagte deutlich zu unseren Vorfahren: „Ihr sollt nicht den Gottesdienst der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. Denn ihre Götter sind alle nichts. Man fällt im Walde einen Baum, und der Bildhauer macht daraus mit dem Schnitzmesser ein Werk von Menschenhänden, und er schmückt es mit Silber und Gold und befestigt es mit Nagel und Hammer, dass es nicht umfalle“ (Jeremia 10, 2-4). Doch moderne Kirchgänger beharren darin, genau das zu tun – und sie besitzen dann noch die Kühnheit, auf die Verpackung dieser heidnischen Lehren und Praktiken „christlich“ zu schreiben! Wer ernsthaft an der grundlegenden Geschichte dieser Beziehung zwischen dem altertümlichen Babylon und der modernen, bekennenden Christenheit interessiert ist, sollte wenn möglich solche Bücher wie The Two Babylons [Die zwei Babylons], Pagan and Christian Creeds [Heidnische und christliche Glaubenslehren], The Golden Bough [Der goldene Ast] von Sir James Frazer und viele ähnliche Werke der Geschichte und Theologie finden und lesen. Wenn Sie dafür offen sind, ist es relativ leicht, zu beweisen, dass das moderne „Kirchentum“ lediglich eine Fortsetzung der alten babylonischen Religion ist, die nach außen hin den Stempel „christlich“ trägt!

Sind die Protestanten aus BABYLON „herausgekommen“?
Viele konservative protestantische und orthodoxe Führer und Theologen werden von ganzem Herzen zustimmen, dass die Römisch-Katholische Kirche tatsächlich eine Fortsetzung von „Babylon“ ist. Sie sind mit der Tatsache wohl vertraut, dass die meisten der frühen protestantischen Führer Rom klar als „Babylon“ und als die „große Hure“ identifizierten, wie sie in Offenbarung 17 – 18 beschrieben ist.
Aber was ist die wahre Grundlage der protestantischen Kirchen von heute in aller Welt? Warum lehnten sich die frühen Führer gegen die Autorität der Römisch-Katholischen Kirche auf? In welchem Maß sind sie für das heute „gespaltene Christentum“ mit verantwortlich?
Haben die protestantischen Reformatoren ihre erklärten Ziele erreicht? Und wichtiger noch ist die Frage: Ist es den protestantischen Reformatoren gelungen, zum Glauben, „der ein für alle Mal den Heiligen überliefert ist“ (Judas 3) zurückzukehren?
Jeder von uns sollte den bekannten Ausspruch des protestantischen Theologen Chillingworth prüfen, der sagte: „Die Bibel, die gesamte Bibel und nichts als die Bibel ist die Religion der Protestanten“ (Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge, Artikel „Chillingworth, W.“). In ihrer ständigen Bestätigung der Schrift als „inspirierte Anweisung für Glaube und Praktiken“ (ebenda, Artikel „Bibel“), haben sich die protestantischen Führer selbst verpflichtet, der Religion Jesu Christi und seiner Apostel in jeder Hinsicht zu folgen.
Fast alle Gelehrten erkennen an, dass der Urheber und Begründer des Protestantismus Dr. Martin Luther war. Doch Luther verwarf immer wieder die Autorität der Schrift, wenn ihm danach war – obwohl er oft etwas anderes erklärte!
Es ist bemerkenswert, dass Luther bei der Ablehnung der Lehre der Transsubstantiation [tatsächlichen Umwandlung der Hostie in den Leib Christi] die absolute Autorität der Schrift in Glaubensfragen und Praktiken erklärt. Er sagt: „Denn das, was ohne die Autorität der Schrift oder einer bewiesenen Offenbarung erklärt wird, kann als Meinung gelten, aber es gibt keine Verpflichtung, es zu glauben… Transsubstantiation… muss als eine Erfindung des menschlichen Geistes angesehen werden, weil sie sich weder durch die Schrift noch durch den gesunden Menschenverstand begründen lässt“ (Documents of the Christian Church [Dokumente der christlichen Kirche], Hrsg. Bettenson, Seite 280).
Hätte Luther nur diese Art der Prüfung anhand der Bibel auf alle seine Lehren angewandt, so wäre die Welt von heute vielleicht ganz anders! Denn als man ihm vorwarf, das Wort „sola“ (allein) in Römer 3, 28 eingefügt zu haben, antwortete er, wie durch den Historiker Johannes Alzog zitiert, hastig: „Sollte euer Papst sich unnötig über das Wort ‚sola’ aufregen, so mögen Sie ihm gleich antworten: Es ist der Wille von Dr. Martin Luther, dass es so sei“ (Manual of Universal Church History [Handbuch der universellen Kirchengeschichte], Seite 199). Und es ist bemerkenswert, dass für unbiblische Abänderungen wie diese keine andere Begründung geliefert wurde. Hinsichtlich seiner persönlichen Glaubensüberzeugungen war Martin Luther wirklich ein eigenwilliger Mann.
Im Bezug auf die Beurteilung eines Menschen oder einer Bewegung sagte Jesus: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7, 20). Der Historiker Henry C. Vedder berichtet von den Anweisungen, die Martin Luther den deutschen Fürsten gab, als Tausende von Bauern, die aufrichtig seiner Revolte gegen Rom gefolgt waren, sich auch gegen diese arroganten Fürsten auflehnten:
„Rebellion ist kein schändlicher Mord, aber dennoch wie ein großes Feuer, das ein Land entzündet und vernichtet; daher bringt Aufruhr ein Land voller Mord und Blutvergießen, bringt Witwen und Waisen hervor und zerstört alles wie die größte Katastrophe. Deshalb sollte, wer kann, erschlagen, erwürgen und erstechen, im Verborgenen oder öffentlich, und sollte daran denken, dass es nichts Giftigeres, Schändlicheres und Teuflischeres gibt, als einen rebellischen Mann. Wie man einen irren Hund schlachten muss; bekämpft ihr ihn nicht, wird er euch bekämpfen, und ein ganzes Land mit ihm.
Lasst die zivile Macht mutig vorrücken und zuschlagen, solange sie einen Muskel bewegen kann. Denn darin liegt der Vorteil: Die Bauern haben ein schlechtes Gewissen und sind im Unrecht, und wenn ein Bauer getötet wird, so hat er Leib und Seele verloren und geht für immer zum Teufel. Die zivile Autorität hingegen hat ein reines Gewissen und weiß sich im Recht und kann mit aller Sicherheit des Herzens zu Gott sagen: ‚Siehe, mein Gott, du hast mich zum Prinzen oder Herrn ernannt, daran habe ich keinen Zweifel, und hast mir das Schwert anvertraut gegen die Übeltäter (Römer 13, 4)… Deshalb will ich strafen und erschlagen, solange ich einen Muskel bewegen kann; du wirst richten und für gut heißen’… So herrliche Zeiten sind diese, dass ein Prinz leichter den Himmel gewinnen kann, indem er Blut vergießt, als ein anderer durch Gebete“ (A Short History of the Baptists [Eine kurze Geschichte der Baptisten], Seiten 173-174).
Sollten wir uns da nicht fragen: „Wenn dies die Worte eines Reformators sind, der von Gott gesandt wurde, was ist dann das Maß für die wahre Religion?“ Sind dies die Worte eines Mannes, der vom heiligen Geist Gottes geleitet wird? Hat der auferstandene Christus diesen Mann gebraucht, um seine „kleine Herde“ zu reinigen?
Es ist wahr, dass Luther und Calvin persönlich religiös motiviert waren. Luther wurde ständig von Schuldgefühlen geplagt. In seiner extremen Betonung des Heils durch den Glauben allein versuchte er verzweifelt, ein System zu errichten, in dem das Gesetz Gottes und die Gerechtigkeit Gottes keinen Platz hätten.
Doch Luthers persönliches geistliches Aufbegehren hätte nur geringe Auswirkungen auf Deutschland oder die Welt gehabt, wenn er nicht an den politischen und finanziellen Instinkt der deutschen Fürsten appelliert hätte. Und „es ist richtig, zu sagen, dass die Motive, die zur lutherischen Revolte führten, zum großen Teil weltlich waren und nicht geistlich“ (Alfred Plummer, The Continental Reformation [Die kontinentale Reformation], Seite 9).
Besonders hinsichtlich seines Beharrens auf dem Glauben allein und seiner Ablehnung zahlreicher Schriftstellen, die die Notwendigkeit des Gehorsams lehrten, war Luther ein starrsinniger und eigenwilliger Mann.
Die Bibel lehrt: „Sünde ist die Gesetzesübertretung“ (1. Johannes 3, 4; Schlachter-Übersetzung). Dies bezieht sich klar auf die Zehn Gebote – das geistliche Gesetz, das Gott mit eigener Hand geschrieben hat. Jakobus erklärte unter Inspiration: „Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig. Denn der gesagt hat: ‚Du sollst nicht ehebrechen’, der hat auch gesagt: ‚Du sollst nicht töten’. Wenn du nun nicht die Ehe brichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des Gesetzes. Redet so und handelt so, wie Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden“ (Jakobus 2, 10-12).
Welches Gesetz verbietet Ehebruch und Mord? Offenkundig bezieht Jakobus sich auf die Zehn Gebote. Und er schließt damit, uns zu ermahnen, entsprechend diesem Gesetz zu reden und zu handeln. Und die Worte Jesu stimmen damit überein. Denn als ein junger Mann von ihm den Weg zum ewigen Leben wissen wollte, antwortete er: „Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote“, und dann zählte er einige der Zehn Gebote auf (Matthäus 19, 16-19).
Luther ignorierte diese direkte Parallele zwischen dem Jakobusbrief und den Lehren Jesu Christi, als er hochmütig über den Jakobusbrief sagte: „Verglichen mit den Paulusbriefen ist das wahrhaft ein Strohbrief: Er enthält absolut nichts, was einen an den Stil des Evangeliums erinnert“ (Alzog, Band III, Seite 208). Luther lehnte den gesamten Jakobusbrief starrsinnig ab, weil er nicht mit seinen Lehren in Einklang stand!
Und in seiner Ablehnung der ersten fünf Bücher der Bibel erklärte Luther: „Wir haben kein Verlangen danach, Mose zu sehen oder zu hören. Wir wollen Mose den Juden überlassen, denen er gegeben war, um ihnen als Sachsenspiegel zu dienen; er hat mit Heiden und Christen nichts gemeinsam und wir sollten ihn nicht beachten“ (Alzog, Band III, Seite 207).
Da Luther Mose in Verbindung mit Gottes Gesetz betrachtete – das Luther hasste – wollte er nichts mit den inspirierten Schriften Moses zu tun haben!
Aber da Luthers Lieblingsautor der Apostel Paulus war, stellt sich die Frage, wie er auf Paulus’ inspirierte Worte an Timotheus reagierte: „Du weißt ja […], dass du von Kind auf die heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2. Timotheus 3, 15-16). Bedenken Sie, dass nur die Schriften des Alten Testaments niedergeschrieben waren, als Timotheus ein Kind war.
Da Luther starrsinnig wünschte, Mose „nicht zu beachten“, würden wir ihn gerne an die Beschreibung der siegreichen Heiligen Gottes durch den Apostel Johannes erinnern, die „das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes“ singen (Offenbarung 15, 3). Doch wir hören sofort die Antwort darauf in Luthers Schriften: „Ich halte die Offenbarungen des Johannes weder für apostolisch noch für prophetisch“ (Jules Michelet; The Life of Luther [Das Leben Luthers], Seite 273). Dann könnte er hinzufügen: „Jeder mag sich seine Meinung zu diesem Buch bilden. Ich für meinen Teil empfinde eine Abneigung dagegen, und für mich ist das Grund genug, es abzulehnen“ (Alzog, Band III, Seite 208).
Und es ist eine Tatsache, dass Martin Luther bewusst die Autorität jedes Buchs der Bibel zurückwies, gegen das er eine „Abneigung“ empfand.
Jetzt können wir vielleicht die wahre Bedeutung der religiösen Verwirrung unserer Tage verstehen. Die heutigen Protestanten haben das Erbe Luthers angetreten – den sie als den größten Führer der Reformation betrachten – einen Geist des Eigenwillens und eine Tendenz, die alles umfassende Autorität des Wortes Gottes zurückzuweisen!
Der Historiker George P. Fisher schrieb über Luther: „In der Beibehaltung von Riten und Bräuchen verlangte er keine ausdrückliche Autorisierung durch die Bibel. Ihm genügte es, dass sie nicht verboten waren, dafür aber zweckdienlich und nützlich. Seine Abneigung dagegen, sich von den Grundlagen des lateinischen Christentums zu lösen, wenn es um Fragen der Lehre ging, ist ebenfalls erkennbar“ (History of Christian Doctrine [Geschichte der christlichen Lehre], Seite 283).
In Luthers eigenen Worten: „Niemand kann leugnen, dass wir an allem festhalten, alles glauben, singen und bekennen wie die alte Kirche, dass wir nichts Neues darin machen noch etwas hinzufügen, und auf diese Weise gehören wir zu der alten Kirche und sind eins mit ihr“ (Thomas M. Lindsay, A History of the Reformation [Eine Geschichte der Reformation], Band I, Seite 468).
Anhand ihrer eigenen Aussagen lässt sich also beweisen, dass die Protestanten sich als eine Weiterführung der historischen Katholischen Kirche betrachteten, nur in einer anderen, „gereinigten“ Form. Luther selbst bekräftigte deutlich die wesentliche Einheit mit der Katholischen Kirche!
Über Calvin schrieb Fisher: „Er leugnete nicht, dass die christlichen Gemeinschaften, die den Papst anerkennen, „Kirchen Christi“ sind… Er leugnet empört, dass er sich von der Kirche zurückgezogen haben soll“ (History of Christian Doctrine [Geschichte der christlichen Lehre], Seite 304). Philip Schaff hob Calvins Beschreibung der historischen Römischen Kirche hervor: „Da wir gerade die Absicht haben, uns mit der sichtbaren Kirche zu befassen, können wir von dieser sogar den Titel einer Mutter lernen, wie es nützlich und sogar notwendig ist, sie zu kennen“ (History of the Christian Church [Geschichte der christlichen Kirche], Band VIII, Seite 450).
Das Beharren der protestantischen Führer auf ihrer grundlegenden Einigkeit mit der Katholischen Kirche und deren Identifikation als ihre „Mutterkirche“ ist von größter Bedeutung!

Gott identifiziert die Römisch-Katholische Kirche
Martin Luthers früheste Übersetzungen des Neuen Testaments beinhalteten viele Illustrationen, auf denen die Römisch-Katholische Kirche als die „Hure Babylon“ abgebildet war. In einer Beschreibung dieser weithin verstandenen Interpretation erklärt Roland Bainton: „Das gefallene Babylon ist eindeutig Rom“ (Here I Stand [Hier stehe ich], Seite 258).
Zahllose protestantische Bücher, Pamphlete und Traktate beinhalten heute dieselbe Interpretation. Sie brandmarken die Römisch-Katholische Kirche als die „große Hure“ aus Offenbarung 17.
Aber man muss zugeben, dass die meisten protestantischen Gruppierungen inzwischen aufgehört haben, diese Identifikation vorzunehmen. Nach der Veröffentlichung solcher Bibelausgaben, Pamphlete und Traktate kam ihnen plötzlich die Erkenntnis, dass sie mit dem Finger auf sich selbst zeigten!
Denn die korrupte römische „Mutterkirche“ gebar Hurentöchter! Wenn man die klaren und beständigen Prinzipien der Identifikation anhand der Bibel aufrichtig anwendet, so sind die protestantischen Kirchen entsprechend „Töchter der Hure“, des heidnischen, von Glauben abgewichenen Rom!
Sie kamen im Protest aus ihr. Aber wir haben klar sehen können, dass sie die meisten ihrer heidnischen Lehren und Konzepte beibehalten haben. Sie folgen noch immer dem Beispiel Roms und mischen sich in Politik und Kriege dieser Welt ein. Und wir haben sogar hinreichendes Zeugnis von den Protestanten selbst, dass sie anerkennen, dass Rom ihre „Mutterkirche“ ist!
Der protestantische Autor Rufus Jones schrieb, dass Luther „damit begann, eine Kirche zu gründen, die aus denen bestand, die Glauben und geistliche Vision hatten und die eine Fähigkeit und Kraft aufwiesen, das Wort Gottes zu verkünden. Aber in Wirklichkeit bewahrte er ein großes Relikt altertümlicher Glaubenslehren, einen ausgedehnten „Rattenschwanz“ von Aberglauben, Traditionen und Magie, sowie ein schweres Erbe an äußerlicher Autorität“ (The Church’s Debt to Heretics [Die Schuld der Kirche gegenüber den Ketzern], Seite 228).
Mit anderen Worten: Die Protestanten bewahren noch immer viele heidnische Lehren und Traditionen, die sie von Rom geerbt haben. Wir haben gesehen, dass manche dieser falschen Traditionen heidnische Feiertage beinhalten, die die frühen Katholiken übernahmen und denen sie christlich klingende Namen gaben. Wir sollten diese Dinge genauer betrachten!
Die protestantischen Kirchen werden also von dem allmächtigen Gott als „Töchter der Hure“, des vom Glauben abgefallenen Rom, identifiziert!
Als Gott von diesem gesamten babylonischen System spricht, gebietet er: „Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen“ (Offenbarung 18, 4).
Die Frage ist also, ob wir unserem Schöpfer gehorchen werden!

Was liegt vor uns?
Diese ganzen Informationen sind nicht nur eine philosophische Auseinandersetzung mit wirklich heidnischen Praktiken – so wichtig das auch sein mag. Ein Verständnis in dieser Angelegenheit kann dazu beitragen, aufrichtige und eifrige Christen vor dem kommenden „Holocaust“ zu schützen, der in der Bibel als die große Bedrängnis geschildert wird – wenn sie danach handeln! Der brillante Autor Adrian Hilton beschreibt den Hintergrund dessen, was in unserer Zeit entsteht:
„Jesus hatte gesagt, dass sein Reich nicht von dieser weltlichen Ordnung sein würde, und er sprach viel davon, dass die Welt und die Kirche im Widerstreit liegen würden, bis er zurückkehrt. Erst als unter Konstantin ein Prozess der Glaubensvermischung begann, fingen Christen an, das Wesen des Tieres zu verstehen, das sich entwickelte. Der jüdische Sabbat am Samstag wurde durch das Edikt Konstantins ersetzt, der Arbeit am ‚ehrwürdigen Tag der Sonne’ [Sonntag] verbot, und die Feier des Passahs wurde für illegal erklärt – bei Todesstrafe. Sie wurde ersetzt durch ‚Ostern’, das an einem Sonntag gefeiert wurde und von einem babylonischen Kult zu Ehren der Göttin Ishtar übernommen worden war. Das römische Pseudo-Christentum veranlasste viele treue Gläubige, in die Berge Europas und Kleinasiens zu fliehen, um Verfolgung und drohender Todesstrafe zu entgehen, und dort existierten sie weiterhin, abseits vom Blickfeld der Welt, als die wahre Kirche Christi. Die Mehrheit der Christen jedoch war von dem universellen Einfluss der neuen Einheit beeindruckt. Es gab ein Reich unter dem einen Kaiser, der eine Kirche unter einem Gott führte. Viele Gläubige begannen sich zu fragen, ob sie nicht das Konzept des Reichs Gottes missverstanden hatten – schließlich könnte es ja auch die Kirche selbst gewesen sein, oder gar ein christianisiertes Reich. Und so wurde die schicksalsträchtige Union von Kirche und Staat ratifiziert – eine Union, die die Entwicklung Europas für viele folgende Jahrhunderte beeinflussen sollte“ (The Principality and Power of Europe [Die Vorherrschaft und Macht Europas], Seiten 23-24).
Weiter schreibt Hilton:
„Ebenso entscheidend für den Vereinigungsprozess ist die Abwertung dessen, was in der Reformation erreicht wurde. Selbst manche evangelikale christliche Führer stellten diesen bedeutsamen Schritt Gottes als eine der größten Tragödien dar, die jemals die Kirche getroffen hätten, und erklären, dass die Protestanten die ‚Einheit der Kirche zerstört’ hätten. Sie versäumen es jedoch, die wahre Natur des päpstlichen Religionssystems zu erwähnen, die Tiefe der geistlichen Dunkelheit, in der es seine Anhänger gefangen hält, sowie seinen diametralen Gegensatz zum wahren, biblischen Christentum. Einheit, so scheint es, ist wichtiger als Wahrheit. Das Konzept des Christentums scheint, obwohl in der Praxis unbiblisch, doch wichtiger zu sein, als die nationalen Grenzen, die zwischen einem Herrschaftsbereich und einem anderen gezogen sind, unabhängig von den Freiheiten, die diese Grenzen sonst verteidigen.
Als der Papst 1983 Österreich besuchte, sprach er sich gegen die ‚nationalen und künstlichen Grenzen’ in ganz Europa aus. Er fügte hinzu:
‚Die Europäer sollten die bedrohlichen internationalen Konfrontationen zwischen Staaten und Bündnissen überwinden und ein neues, vereintes Europa vom Atlantik bis zum Ural schaffen’.
1988 redete er erneut über dieses Thema, als er vor dem Europäischen Parlament in Straßburg sprach, eine Gelegenheit, bei der sich viele fragten, warum ein eigentlich geistlicher Führer sich zu Themen politischer Einheit äußert. Der Sunday Telegraph fasste 1991 den Plan des Papstes für eine „Evangelisierung“ Europas zusammen. Dort hieß es:
‚Er bereitet sich ruhig darauf vor, sich den Mantel anzulegen, von dem er feierlich glaubt, dass es sein göttliches Recht ist, ihn zu erhalten – den eines neuen Kaisers des Heiligen Römischen Reichs, das vom Ural bis zum Atlantik regiert’“ (ebenda, Seiten 36-37).

Babylon wieder zum Leben erweckt!
Wie der britische Sunday Telegraph berichtete, hatte Papst Johannes Paul II. seinem Wunsch Ausdruck verliehen, über ein neues Heiliges Römisches Reich zu „regieren“. Doch die entscheidende Frage ist: Wird es wirklich „heilig“ sein? Oder wird es in Wahrheit die Wiederbelebung eines altertümlichen, heidnischen, babylonischen Systems aus Kirche und Staat sein, das Gott verurteilt?
In einer an unsere Zeit gerichteten Prophezeiung beschreibt der Prophet Jesaja eine moderne, jungfräuliche „Tochter“ des altertümlichen Babylon, die ihr eigenes Volk entweiht (Jesaja 47, 1-9). Gott bezeichnet dieses moderne Babylon klar als „Herrin über Königreiche“ (Vers 5). Dann erklärt Gott: „Du dachtest: Ich bin eine Herrin für immer. Du hattest noch nicht zu Herzen genommen noch daran gedacht, wie es hernach werden könnte. So höre nun dies, die du in Wollust lebst und so sicher sitzest und sprichst in deinem Herzen: ‚Ich bin’s und sonst keine; ich werde keine Witwe werden noch ohne Kinder sein’: Dies beides wird plötzlich über dich kommen auf einen Tag, dass du Witwe und ohne Kinder bist. Ja, es wird in vollem Maße über dich kommen trotz der Menge deiner Zaubereien und trotz der großen Macht deiner Beschwörungen“ (Verse 7-9).
Beachten Sie, dass einige derselben Aussagen im Bezug auf das moderne Babylon getroffen werden, das bei Christi zweitem Kommen gegen ihn kämpfen wird: „Wie viel Herrlichkeit und Üppigkeit sie gehabt hat, soviel Qual und Leid schenkt ihr ein! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen. Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet“ (Offenbarung 18, 7-8).
Dies ist das bald kommende System aus Kirche und Staat in Europa, das sich letztlich gegen die Amerikaner und die von den Briten abstammenden Völker wenden und die große Bedrängnis verursachen wird! Es wird eine Wiederbelebung des altertümlichen Babylons sein, mit seinen Priesterordnungen, heidnischen Ritualen und Lehren und einer völligen Missachtung der Gebote Gottes. Es wird eine täuschend echt wirkende Fälschung des wahren Christentums sein. Für Millionen von Menschen wird es so aussehen, wie das Original!
Warum?
Weil die weitaus größte Mehrheit der bekennenden Christen die Bibel nicht wirklich studiert. Sie gehen nicht wirklich in die Tiefe, um alle Dinge zu „prüfen“, die Gott geboten hat. Deshalb werden letztlich sogar viele evangelikale Christen – und ihre Prediger – in eine Euphorie gegenüber diesem mächtigen babylonischen System verfallen! Es wird Teil der „ökumenischen Bewegung“ sein. Man wird den Eindruck haben, dass man das „einfach tun muss“.
Bitte erinnern Sie sich an Jesu Worte: „Geht hinein durch die enge Pforte: Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden“ (Matthäus 7, 13-14).
Und der Jesus Christus Ihrer eigenen Bibel sprach auch diese Warnung aus: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, die ihr die Gesetzlosigkeit praktiziert“ (Matthäus 7, 21-23; vgl. Interlinearübersetzung).
Der wundervolle Prunk, die Musik, der Pomp und das Zeremoniell – die einschüchternde Macht dieses kommenden babylonischen Systems wird sehr beeindruckend wirken. Aber nur diejenigen, die wirklich Gottes Willen tun und seine Gebote einhalten – alle Zehn Gebote –, werden in Christi bald kommendem Reich sein. „Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus“ (Offenbarung 14, 12).
Zum Ende seines inspirierten Wortes sagt uns der Schöpfer klar: „Selig sind, die seine Gebote halten, auf dass sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die lieb haben und tun die Lüge“ (Offenbarung 22, 14-15; Lutherbibel 1912). Die religiöse Zauberei und Abgötterei des babylonischen Systems wird viele Millionen in ihren Bann gezogen haben. Die große Mehrheit wird diesem Weg folgen. Aber die obige Passage warnt uns vor jedem, der Lügen liebt und praktiziert. Die Lehren des modernen „Babylon“ stecken voller Lügen, Missverständnissen und heidnischen Praktiken. Satan war sehr clever in seinem Bestreben, ein gefälschtes Christentum zu schaffen, das so sehr wie das Original aussieht, dass unzählige Millionen von Menschen getäuscht wurden. Diejenigen, die dieser heidnischen, gefälschten Religion nachfolgen, werden unter dem Zorn Gottes zu leiden haben, wenn die Posaunen erschallen und die sieben Zornesschalen über einer rebellischen Welt ausgegossen werden (Offenbarung Kapitel 8, 9 und 16).
Doch Gottes Wort beschreibt auch den vorübergehenden Reichtum und die Macht dieses Systems: „Denn deine Kaufleute waren Fürsten auf Erden, und durch deine Zauberei sind verführt worden alle Völker; und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr gefunden worden, und das Blut aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind“ (Offenbarung 18, 23-24). Und wie wird dessen Ende sein? „Und ein starker Engel hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, warf ihn ins Meer und sprach: So wird in einem Sturm niedergeworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden“ (Vers 21).

Sie müssen HANDELN!
Gott warnt: „Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister […] und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere“ (Offenbarung 18, 2). Dann gebietet Gott: „Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen“ (Vers 4).
In dieser Broschüre haben wir in groben Zügen gezeigt, dass praktisch alle Religionen aus „Babylon“ entstanden sind. Die orientalischen und afrikanischen Religionen haben viele derselben heidnischen und falschen Konzepte von Gott und dem Heil, die aus der ursprünglichen Verehrung Nimrods und seiner Hurenfrau Semiramis stammten. Das bekennende Christentum wurde von diesen heidnischen Konzepten massiv beeinflusst und verfälscht.
Wo immer Sie sind und wer immer Sie sein mögen: Wir plädieren eindringlich an Sie, wirklich die Bibel, die inspirierte Offenbarung Gottes an die Menschen, zu studieren. In Ihrem eigenen Interesse, lesen Sie die Bibel nicht nur, um ein angenehmes Gefühl zu empfinden oder das zu bestärken, was Sie bereits glauben. Lernen Sie, die Bibel tatsächlich zu studieren, um zu erkennen, was sie wiederholt und eindeutig über die Wesensart des Schöpfergottes, über das ewige Leben und über den wahren Weg zum ewigen Leben sagt. Wenn Sie wirklich Interesse haben und den Dingen auf den Grund gehen wollen, bieten wir Ihnen auf Wunsch auch gerne unsere hilfreiche Broschüre Das apostolische Christentum wiederherstellen an. Und wenn Sie zusätzliche Zeit investieren wollen, bieten wir Ihnen auch kostenlose Studienhefte unseres Bibelfernlehrgangs an. Alles was Sie tun müssen, ist, Ihre Zeit und geistige Energie darauf zu verwenden, diese Materialien zu studieren, sie sorgfältig mit Ihrer eigenen Bibel zu vergleichen und mit einem offenen Sinn zu prüfen, wo die Wahrheit wirklich gelehrt wird.
Wir werden auch weiterhin die prophetischen Ereignisse erklären, die sich jetzt erfüllen und die zur Wiederbelebung Babylons – und zur Errichtung von Gottes Reich – führen. Diese Botschaft ist sicher nicht populär und es mag sein, dass man uns dafür angreift, verleumdet oder verfolgt, dass wir die volle Wahrheit darüber publizieren, was in der Welt wirklich geschieht. Aber wir verkünden diese Wahrheit über das echte Christentum und über die Fälschung Satans ohne Furcht. Denn der lebendige Gott möchte nicht, dass wir töricht oder feige handeln!
„Wer überwindet, de wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod“ (Offenbarung 21, 7-8). Satans gefälschtes Christentum muss aufgedeckt, verstanden und in Reue aufgegeben werden!
Möge Gott Ihnen helfen, entsprechend dieser Botschaft zu handeln, solange Sie die Möglichkeit dazu haben. Möge Gott Ihnen helfen, für sich selbst zu prüfen, was die Bibel wirklich sagt, um so den wahren Zweck Ihres Lebens herauszufinden – und zu erfüllen.

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